Es brodelt im Topf! Kochkurs in Chiang Mai

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Eine meiner Lieblingserinnerungen an Thailand! Nicht nur, dass ich die thailändische Küche liebe, sondern vo   rallem die Atmosphäre dieses Kochkurses war einfach großartig! Ich hatte das Glück hier super nette Leute kennenzulernen, mit denen ich auch später noch etwas unternehmen würde. Der gemeinsame Tag auf der Farm hat uns Reisende zusammengeschweißt.

Die Farm liegt etwas auswärts von Chiang Mai, aber die Reise war es für mich auf jeden Fall wert! In der Hand von Gayray und „Moon“, zwei richtig lieben Schwestern, versprüht diese Farm eine warme und freundliche Atmosphäre 🙂 Gayrays Ziel ist es zu beweisen, dass „auch Frauen ein Geschäft leiten können, und zwar ohne einen reichen Freund!“ Ich finde, das ist den beiden mit ihrem Kochkurs sehr gut gelungen!

 

Die Farm

Die Farm selbst ist sehr sauber und herzlich. Ich fand es schön, einen Einblick in eine authentische Farm hier in Chiang Mai zu bekommen. Gay führte uns herum und erzählte uns eine ganze Menge über jede Pflanze in ihrem Garten. Manchmal erkannte einer von uns eine Pflanze wider, man hörte ein „Ohh, so sieht das also wirklich aus, was ich in Europa immer im Supermarkt kaufe!“ durch die kleine Gruppe gehen. Es war echt witzig,  keiner von uns war wirklich vertraut mit dem Erscheinigungsbild der meisten Pflanzen außerhalb unseres Einkaufswagens. Gay war sehr nett und hat uns sogar alles probieren lassen! Anschließend haben wir einen lokalen Markt besucht, um Zutaten für unseren Wok zu kaufen.

Thailändische Märkte

Man kann sagen… sie sind anders als in Europa, die thailändischen Märkte. Das Fleisch wird hier nicht kühl gelagert. Etwas, was man definitiv riechen kann auf dem Weg durch das „Fleischhaus“! Es gibt zumindest ein paar Ventilatoren, die gegen die Fliegen helfen. Gegen mehr aber auch nicht.

Die Vielzahl an unterschiedlichen Körperteilen ist scheinbar unbegrenzt, also füll deine Taschen mit ein paar Hühnerkrallen, Schweinehufen oder Köpfen!

Was mir wirklich gefällt, ist die saubere Atmosphäre auf dem Markt, speziell im Vergleich zu anderen asiatischen Märkten. Alles hat seinen Platz. Es gibt Eier in kleinen Eiertüten, unzählige offene Reistöpfe mit verschiedensten Reissorten, viele präperierte und sogar lebende (!) Tiere… was auf manche anstoßend wirkt, aber doch gängige Praxis ist in asiatischen Ländern.

Die Gerichte

Gay gibt sich sehr viel Mühe mit ihren Gerichten und bietet sogar vegetarische Gerichte an. Auch ist ihr Kochbuch angepasst an den nicht-asiatischen Raum, zeigt es doch Alternativen für Zutaten auf, die beispielsweise auch in Europa zu bekommen sind! Davon bin ich immernoch begeistert! So habe ich schon ein paar Mal mein Büchlein zu Rate gezogen und auch hier in Deutschland thailändisches Feeling aufkommen lassen können.

Gekocht wird draußen auf der Terrasse, jeder an seinem eigenen Wok. Jeder Kursteilnehmer kann 6 Gerichte auswählen, die er selbst gern kochen will. Mal sehen, was es heute zu essen gibt…

 

Selbstgemachte Frühlingsrollen…?!

 

Typisch für asiatische Kochkurse, aber VIEL zu lecker, um sie wegzulassen:

Por Pia Tod!

Thailändisch für Frühlingsrollen, bekommst du Por Pia Tod an jeder Ecke in Thailand.

Zutaten:

2-3 Knollen Knoblauch geschnitten

1 Stück zerhackter Tofu

2 Stängel Schnittlauch – in 2cm geschnitten

100g Bohnensprossen

50g gehacktes Hühnchen

200g Glas-Nudeln

2-3 Tassen Frittier-Öl

Für das Dressing:

2 EL Öl

1 TL Zucker

2 TL Fischsauce

3 TL Austernsauce

1 Tasse Wasser

 

 

5 einfache Schritte:

1. Knoblauch anbraten in heißem Öl, über kleiner Flamme (Thailändische Küche kocht von langsamer Flamme hin zu hoher Flamme!) Hühnchen und Tofu hinzufügen. Eine Minute kochen.

2. Zucker, Austernsauce und Fischsauce hinzufügen, auf hoher Flamme kochen! Nudeln und etwas Wasser dazugeben!

3. Bohnensprossen und Schnittlauch dazugeben und für ein paar Sekunden kochen!

4. Die Frühlingsrolle wickeln – nicht zuviel Zutaten auf einmal in die Rolle geben, damit sie sich schließen lässt 😉

5. Frühlingsrollen frittieren bis sie goldbraun sind!

Süßer Bapp-Reis mit Mango

Suchst du nach Mund-Orgasmus-artigem Geschmack den du niemals vergessen wirst?! Dann versuch mal Khao Nieow Ma Muang und du wirst nie wieder aufhören zu essen! Ich liebe dieses Gericht! Und es ist so einfach….

 

Zutaten:

1 Tasse Bappreis, mindestens 4 Stunden in kaltem Wasser gezogen

1 Tasse sehr dicke Kokosnuss-Creme

1 reife Mango

2 EL Palmzucker

2 Prisen Salz

 

5 einfache Schritte:

1. Reis aus dem Wasser filtern und für 20 Minuten über mittlerer Hitze in frischem Wasser kochen!

2. Reis von der Platte nehmen, Kokosnuss-Creme, Zucker und Salz hinzugeben. Vorsichtig umrühren!

3. Abdecken und für 30 Minuten stehen lassen!

4. Etwas geröstete Sesamsamen als Topping!

5. Mit geschnittener Mango servieren!

Einen Moment mal…

Warum ist dieser Reis überhaupt blau? Dok Un Sun alias die Blaue Klitorie (engl. : Butterfly peas) werden benutzt, um den Reis einzufärben. Der Geschmack verändert sich dadurch nicht! Einfach ein paar Blüten (~15) in 3 Tassen kochendem Wasser ziehen lassen, um die Farbe zu extrahieren!

Du willst noch mehr?

Dieser Kochkurs bietet eine Vielzahl an verschiedenen Gerichten zur Auswahl. Ich selbst fand das Khao Soi so so gut, ein traditionelles Gericht aus der Gegend um Chiang Mai. Auch ganz klassische gebratene Nudeln mit Hühnchen und Cashew Nüssen waren der Hammer und sind leicht nachzukochen, wenn du erstmal wieder daheim bist. Du lernst auch wie man verschieden scharfe Curry-Pasten macht, die man zu allerhand Essen hinzufügen kann – wenn du die Schärfe verträgst! 😉

Soulias Empfehlung: Wenn du in Chiang Mai bist, besuch diese Farm für einen Tag voller Spaß und kulinarischer Gaumenfreuden!

 

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